Wanderlust
- 1. Juli 2018
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Obwohl die meisten Haushalte ein oder mehrere Autos besitzen, ist Wandern die Lieblingsbeschäftigung der Schweizerinnen und Schweizer. Meine auch. Man kann sich fragen, was einen eigentlich so in die Berge treibt, ist es die Gewissheit, dass es am Anfang meist aufwärts geht, oder geht es um den Moment, wenn man endlich oben ist und über die Welt hinausschauen kann, oder motiviert in erster Linie der Wurstsalat und das Bier danach?
Das hat mich Lynn anlässlich meiner letzten Wanderung auch gefragt. Ich habe mir dann die Wanderschuhe angezogen und bin losgelaufen. Nachdenken geht übrigens zu Fuss auch viel besser als im Sitzen.
Wandern ist für mich etwas ganz Anderes. Es ist eine ebenso archaische wie simple Tätigkeit, die mich erdet. Vielleicht ist Wandern für viele zum Sehnsuchtsort unserer komplexen Welt geworden, vielleicht treibt uns aber auch ganz anderes in die Hügel und die Berge. Es geht doch um die Erfahrung, dass man einen Weg tatsächlich bewältigen kann, auch wenn er mühsam, abschüssig, steinig, rutschig, oder am Ende sich sogar als der Falsche heraustellt. Ich konnte das Lynn aber nicht erklären. Sie meinte nur trocken, da komme man doch auch mit dem Auto hin.


















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